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1899 begannen die Bauarbeiten am Eckerfirst, nördlich des Hohen Göll. Die Einweihung fand am 2. Juli 1900 statt. Ursprünglich sollte das Haus "Hütte am Hohen Göll der Sektion Sonneberg" heißen. Kurz vor der Eröffnung starb jedoch Ludwig Purtscheller, einer der wohl bedeutendsten Alpinisten dieser Zeit. Die Sektion Sonneberg beschloss daraufhin, ihm zu Ehren die Hütte Purtschellerhaus zu nennen.

Bereits 1909 wurden die Räumlichkeiten zu eng und die Hütte wurde durch einen Anbau erweitert. 1937 wurde auf Vorschlag der Sektion Sonneberg der genaue Grenzverlauf bei der Hütte bestimmt. Seit der genauen Vermessung der deutsch-österreichischen Grenze liegen ein Drittel der Hütte in Deutschland, zwei Drittel in Österreich. Noch heute muss man auf dem Weg von der alten Gaststube zur Toilette die Grenze von Deutschland nach Österreich passieren - markiert durch einen Farbstrich am Boden. Dieser eigenartigen Lage verdankt das Purtschellerhaus auch einen Besucheranstieg nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Da die Alliierten sonst keinen Grenzverkehr zwischen Deutschland und Österreich gestatteten, konnten sich einige 'getrennte' nur in der Hütte legal treffen und unterhalten. Sogar eine bilaterale Hochzeit fand zu dieser Zeit hier statt.

Während der Nachkriegszeit wurde das Haus von der Sektion Berchtesgaden treuhänderisch verwaltet. Im Jahr 1959 übernahm die Sektion Sonneberg wieder die Verwaltung, nachdem sie ihren Sitz nach Coburg in Unterfranken verlegt hatte. Jetzt ist die Sektion Sonneberg wieder in ihrer Heimatstadt aktiv: Sektion Sonneberg

Weitere Daten folgen!

 

Copyright © 2010 Purtschellerhaus am Hohen Goell
Stand: 14.07.2010